Praxis für Endokrinologie in Bad Nauheim und Bad Homburg: Schilddrüsen-Sprechstunde

 

Viele Schilddrüsenerkrankungen sind Volkskrankheiten und lassen sich bei einer großen Zahl von Menschen nachweisen, wie z. B. Knoten in der Schilddrüse oder eine Hashimoto-Thyreoiditis, die im Verlauf dann oft zu einer Unterfunktion der Schilddrüse führt. 

 

Wir diagnostizieren und behandeln Schilddrüsenerkrankungen, wie z. B.

  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Hashimoto-Thyreoiditis (Autoimmunthyreopathie)
  • Schilddrüsenknoten (Struma nodosa)
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) bei autonomem Adenom
  • Morbus Basedow, einschließlich begleitender Augenkomplikationen (endokrine Orbitopathie)
  • Schilddrüsenentzündungen (z. B. Thyreoiditis de Quervain)
  • Schilddrüsenkrebs (papilläres, follikuläres oder medulläres Schilddrüsenkarzinom

Selbstverständlich übernehmen wir auch die sorgfältige Überwachung von Schilddrüsenproblemen in der Schwangerschaft, wo eine engmaschiger Überwachung und Therapieanpassung erforderlich ist. Gleiches gilt für die Optimierung einer Schilddrüsenmedikation bei Frauen mit (unerfülltem) Kinderwunsch. Und wir kümmern uns selbstverständlich um die Nachsorge nach Operationen an der Schilddrüse.

 

Ist eine Schilddrüsenszintigraphie erforderlich, so ist in Bad Nauheim die Möglichkeit hierfür in einer nahen Praxis für Nuklearmedizin im Gebäude der Kerckhoff-Klinik gegeben. Dort werden die klassischen Technetium-Szintigraphien zur Unterscheidung warmer und kalter Knoten durchgeführt, aber auch MIBI-Szintigraphien zur näheren Charakterisierung kalter Knoten im Hinblick auf Krebsverdacht. In Bad Homburg können Szintigraphien durch die Kolleginnen und Kollegen im MVZ Taunus durchgeführt werden. Selbstverständlich besteht jedoch auf begründeten Wunsch auch die Option für eine Überweisung an andere nuklearmedizinische Einrichtungen.

 

Ist eine Szintigraphie nicht erforderlich, so wird sie auch nicht durchgeführt! Bei etlichen Schilddrüsenerkrankungen ist eine Szintigraphie völlig überflüssig, wie z. B. bei der Hashimoto-Thyreoiditis. Sie können sich in darauf verlassen, dass in unserer Praxis keine unnötige Diagnostik vorgenommen oder veranlasst wird und unsere Patienten somit auch keiner unnötigen Strahlenbelastung ausgesetzt werden.

 

Falls ein operativer Eingriff an der Schilddrüse notwendig ist, so unterhalten wir bewährte Kooperationen mit verschiedenen auf Schilddrüsenchirurgie spezialisierten Abteilungen, z. B. der Chirurgischen Klinik in Usingen sowie weiteren Kliniken. Die Indikation zur Schilddrüsenoperation wird dabei mit aller gebotenen Zurückhaltung gestellt. Dieses geschieht nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass in Deutschland viel zu häufig die Schilddrüse operiert wird, wie auch aus einer vor einiger Zeit veröffentlichten Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie zu diesem Thema hervorgeht. Wir wollen unseren Patienten keine überflüssigen Operationen mit dem stets vorhandenen Risiko für dauerhafte Komplikationen (Stimmbandlähmung, gestörter Kalziumstoffwechsel infolge Schädigung der Nebenschilddrüsen, unschöne Narben) zumuten. Darauf können Sie sich verlassen! Selbstverständlich erhalten unsere Patienten auch bei Indikation für eine Radiojodtherapie eine entsprechende Empfehlung, wo diese bevorzugt durchgeführt werden sollte. 

 

Die Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen erfordert jedoch nicht nur gute Diagnostik und Erfahrung, sondern bisweilen auch viel Geduld. Wir nehmen uns Zeit, hören Ihnen zu und versuchen in enger Abstimmung mit Ihnen die richtige Therapie zu finden. Wir wollen stets den ganzen Menschen behandeln, nicht nur seine Laborwerte.

 

Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir aufgrund der großen Nachfrage gegenwärtig neue Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen nur limitiert aufnehmen können (bevorzugt am Standort Bad Nauheim).

 

Grundsätzlich weiterhin angenommen werdenbei uns schwangere Patientinnen bzw. Frauen mit Kinderwunsch und Schilddrüsenproblemen, Patientinnen und Patienten mit Morbus Basedow, mit Komplikationen nach Schilddrüsenoperationen, mit bzw. nach Schilddrüsenkrebs sowie mit der Bitte um eine Zweitmeinung vor möglicher Schilddrüsenoperation

 

Nur so können wir unsere limitierte Kapazität für Patienten mit komplexen endokrinologischen Fragestellungen gewährleisten, die anderswo in der unmittelbaren Region nicht qualifiziert versorgt werden können. Hingegen können etliche Patienten mit Schilddrüsenproblemen, z. B. harmlose Schilddrüsenknoten oder Schilddrüsenvergrößerung, auch in anderen internistischen Praxen oder den nahen nuklearmedizinischen Praxen in Bad Homburg, Bad Nauheim oder Friedberg betreut werden. 

 

Für jene Patienten, die bisher schon bei uns in Betreuung sind, gilt diese Einschränkung selbstverständlich nicht.

 

Abschließend noch eine Anmerkung zur Verordnung von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin) an unsere Patienten (z. B. bei Hashimoto-Thyreoiditis oder nach Schildrüsenkarzinom): Es ist seit Jahren bestens bekannt, dass eine stabile Einstellung nicht durch häufigen Wechsel des Schilddrüsenhormonpräparats gefährdet werden sollte. Der Austausch des rezeptierten Präparats in der Apotheke gegen ein Präparat eines anderen Herstellers war daher ein stetes Ärgernis für unsere Patienten ebenso wie für uns. Wesentliche Kosteneinsparungen lassen sich mit dem Austausch ohnehin nicht erzielen. Die Preise der verschiedenen Hersteller liegen seit jeher dicht beeinander, der Austausch führt eher zur Kostensteigerung aufgrund häufiger notwendiger Laborkontrollen. Viele Rezepte haben wir daher mit dem "aut idem"-Kreuz versehen, dass der Apotheke den Austausch verbietet. Das ist nun nicht mehr erforderlich: Eine Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) verbietet seit einiger Zeit den Apotheken den willkürlichen Austausch von Schilddrüsenhormonpräparaten (gilt sowohl für L-Thyroxin alleine als auch für L-Thyroxin in fester Kombination mit Kaliumjodid). Schilddrüsenpräparate wurden damit in eine Liste von Medikamenten übernommen, für die auch ohne "aut idem"-Kreuz auf dem Rezept der Austausch untersagt ist.