Häufige Fragen (FAQ)

 

Was muss ich tun, um in Ihrer Diabetes-Schwerpunktpraxis behandelt zu werden?

 

Wenn Sie auf eigenen Wunsch zu uns kommen möchten, dann vereinbaren Sie einen Termin und legen beim ersten Besuch Ihre Versichertenkarte vor. Ansonsten: Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt und besprechen Sie Ihr Anliegen. Wenn ein medizinischer Grund zur Mitbetreuung in der Schwerpunktpraxis besteht, dann wird Ihr Hausarzt Ihren Wunsch nach Mitbehandlung in einer spezialisierten und anerkannten Diabetes-Praxis selbstverständlich respektieren.

 

 

Kann ich auch ohne Überweisung kommen?

 

Das ist kein Problem. Wir sind formal eine hausärztliche Praxis, so dass Sie auch ohne Überweisung nur mit Ihrer Versichertenkarte zu uns kommen können. Seit dem Wegfall der Praxisgebühr ist der Besuch bei uns mit keinen zusätzlichen Kosten für Sie verbunden. Wir bieten aber in der Regel keine üblichen hausärztlichen Leistungen an, sondern arbeiten vorwiegend in den fachärztlichen Bereichen, über die wir Sie auf dieser Website informieren. Selbst wenn Sie ohne Überweisung wegen eines speziellen Anliegens aus unseren Fachgebieten zu uns kommen, sollten Sie stets auch noch eine Hausärztin oder einen Hausarzt haben, wo Sie wegen aller anderen Erkrankungen versorgt werden können.

 

 

Betreut eine diabetologische Schwerpunktpraxis die Patienten mit Diabetes allein?

 

Hauptansprechpartner für alle Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 ist der Hausarzt. Von ihm betreute Patienten mit Diabetes werden zusätzlich in einer Diabetes-Schwerpunktpraxis behandelt, um besondere Probleme zu lösen (z. B. erforderliche Schulung, erhöhte Blutzuckerwerte, Umstellung auf Insulin oder andere komplexe Therapiestrategien, vermehrte Unterzuckerungen, symptomatische Folgeschäden, diabetisches Fußsyndrom, etc.).

Beim Typ 1 Diabetes gelten etwas andere Regeln: Hier sollte jeder Betroffene kontinuierlich in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis betreut werden, auch wenn sich die Stoffwechseleinstellung weitgehend problemlos gestaltet. Empfehlenswert ist es aber, dass Menschen mit Typ 1 Diabetes daneben auch wohnortnah einen Hausarzt für andere gesundheitlichen Probleme konsultieren.

 

 

Kann ich mich bei Ihnen auch hausärztlich betreuen lassen?

 

Wir nehmen uns viel Zeit für unsere Patienten uns schauen stets über den Tellerrand des Diabetes oder der Hormonstörung hinaus, weshalb wir ursprünglich aufgesucht wurden. Daher werden wir auch häufig gefragt, ob wir nicht auch die hausärztliche Betreuung übernehmen können, speziell natürlich von Patienten, die an einem unserer Praxisstandorte wohnen. Stets lautet unsere Antwort "Nein", denn die Organisation und Struktur unserer Praxis ist auf die fachärztliche Betreuung ausgerichtet. Wir führen außer für akute diabetologische Norfälle eine reine Terminsprechstunde und machen auch keine Hausbesuche. Es gibt in Bad Nauheim, Bad Homburg und Usingen zahlreiche sehr kompetente Hausärztinnen und Hausärzte, die für Ihre Betreuung sehr gerne zur Verfügung stehen.

 

 

Benötige ich einen vereinbarten Termin?

 

Ja, im Interesse einer optimalen Behandlung ist die Terminplanung sehr wichtig. Rufen Sie uns an oder besuchen Sie uns zur Terminvereinbarung in der Praxis. Sie können auch sehr gerne Termine per E-Mail oder über diese Website vereinbaren.

 

 

Wann kann ich auch ohne Termin in die offene Sprechstunde kommen?

 

Notfälle, wie zum Beispiel Patienten mit diabetischem Fußsyndrom, werden selbstverständlich sofort behandelt. Schwangere mit Diabetes (Typ 1 oder Gestationsdiabetes) erhalten auf Wunsch schon am Tag der Anmeldung oder spätestens am Folgetag einen Termin. Gleiches gilt für Patienten mit schlechter Stoffwechseleinstellung, bei denen ansonsten eine stationäre Behandlung erforderlich sein kann (z. B. HbA1c über 8 % oder vermehrte Blutzuckerwerte über 200 mg/dl). Eine stationäre Aufnahme kann durch eine ambulante Behandlung in unserer Praxis zumeist vermieden werden. Das hilft der Einsparung unnötiger Kosten im Gesundheitssystem und nützt letztlich allen Versicherten. Hierfür haben wir in unserer Hauptpraxis Bad Nauheim täglich von 12.00 bis 13.00 Uhr eine offene Sprechstunde eingerichtet, die ohne Terminvereinbarung und ohne Überweisung besucht werden kann.

 

 

Was sollte ich beim ersten Termin mitbringen?

 

Bitte bringen Sie alle Ihnen vorliegenden medizinischen Unterlagen mit.
 Dazu gehören auch Ihre Diabetes-Tagebücher, der Gesundheitspass Diabetes und Ihr Medikamentenplan. 
Auch Ihr Blutzucker-Messgerät und ggf. Ihr Blutdruck-Messgerät sollten Sie mitbringen, falls Sie eines benutzen. Auch wichtige Arztbriefe und Befunde vorheriger Behandler bzw. Untersuchungen (Labor, Szintigraphie, CT, MRT) bringen Sie bitte mit, sofern vorhanden. Wir fertigen mit Ihrem Einverständnis bei Bedarf Kopien von Ihren Unterlagen an und Sie nehmen danach alles wieder mit nach Hause.

 

Stimmt es, dass in Ihrer "Diabetes-Praxis" auch noch viele andere Erkrankungen außer dem Diabetes behandelt werden können?

 

Das ist richtig. Einerseits kümmern wir uns intensiv um die häufigen Begleiterkrankungen des Diabetes, wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht. Zur Verhinderung von Gefäßkomplikationen ist die alleinige Behandlung des Diabetes nicht ausreichend, sondern alle Risikofaktoren müssen bestmöglich eingestellt werden. Weitere Spezialgebiete unserer Praxis sind darüber hinaus alle weiteren durch Ernährung verursachte Erkrankungen, sowie Störungen des Hormonsystems, d. h. die gesamte Endokrinologie. Die zahlenmäßig größte Bedeutung haben dabei Schilddrüsenerkrankungen und Osteoporose, aber auch für das gesamte übrige Gebiet der Endokrinologie sind wir gern Ihre kompetenten Ansprechpartner. So betreuen wir eine große Zahl von Patienten mit Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen. Details hierzu finden Sie auf dieser Website. Bitte beachten Sie, dass wir in unserer Zweigpraxis Usingen ausschließlich Menschen mit Diabetes behandeln und unser sonstiges Leistungsangebot nur in Bad Nauheim und Bad Homburg vorhalten.

 

 

Werden Schilddrüsenerkrankungen besser beim Nuklearmediziner oder beim Endokrinologen behandelt?

 

Der Endokrinologe hat darauf natürlich eine sehr einfache Antwort: Schilddrüsenerkrankungen sind internistische Erkrankungen, die vom Internisten behandelt und überwacht werden sollten, sofern dieses nicht allein beim Hausarzt erfolgen kann. Wenn der Internist zudem die Qualifikation als Endokrinologe hat: umso besser. Domäne des Nuklearmediziners ist die Szintigraphie, die aber bei etlichen Schilddrüsenerkrankungen total überflüssig ist und eine unnötige Strahlenbelastung mit sich bringen würde (z. B. bei der Hashimoto-Thyreoiditis). Seriöse Nuklearmediziner führen bei Patienten mit Hashimoto-Erkrankung keine Szintigraphie durch. Weniger seriösen Nuklearmedizinern ist das egal, denn die Szintigraphie wird attraktiv honoriert. In den Fällen, wo eine Szintigraphie erforderlich ist (so etwa für die Differenzierung von kalten, warmen oder heißen Schilddrüsenknoten), wird der Patient vom Hausarzt, Internisten oder Endokrinologen einmalig zum Nuklearmediziner überwiesen. Weitere Besuche beim Nuklearmediziner sind dann in der Regel nicht oder nur bei grundlegend neuen Aspekten erforderlich. Die weitere Überwachung der Schildrüsenerkrankung sollte beim Internisten bzw. Endokrinologen erfolgen.

 

 

Stimmt es, dass viele Schilddrüsen-Operationen überflüssig sind?

 

Das ist leider richtig. In Deutschland werden viel zu viele Menschen unnötig an der Schilddrüse operiert. Es kann davon ausgegangen werden, das ca. 3 von 4 Schilddrüsenoperationen nicht hätten durchgeführt werden müssen. Sie nützen in dem Fall nicht dem Patienten, sondern nur dem durchführenden Krankenhaus, denn Schilddrüsenoperationen sind finanziell sehr lukrativ. Nicht selten resultieren anschließend Komplikationen, wie Störungen des Calciumstoffwechsels, Stimmbandlähmung oder unschöne Narben am Hals. Wenn Ihnen zu einer Schilddrüsenoperation aufgrund kalter Knoten oder einer Schilddrüsenüberfunktion geraten wird, dann sollten Sie stets eine zweite Meinung durch einen erfahrenen Endokrinologen einholen, bevor Sie sich für die Operation entscheiden. Näheres zu diesem Thema können Sie auch einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie als der für Schilddrüsenerkrankungen zuständigen Fachgesellschaft entnehmen.